Elsbeere

Vorkommen
vor allem in Südwest- und Süddeutschland, nördlich bis zur Weinbaugrenze

Erscheinungsbild
sommergrüner, aufrechter, wenigstämmiger Strauch oder 5 - 20 m hoher Baum

Blätter
mit dreieckigen spitzen Lappen, ahornähnlich, 5-12 cm langer Spreite, unterseits blaugrün, 2,5-5 cm lang gestielt, orangerote bis gelbe Herbstfärbung

Borke/Rinde
dunkel graubraune kleinschuppige Borke

Blüten
weiß, ca. 1 cm groß in filzig behaarten Schirmrispen

Früchte
eiförmig, gelb - rötlichgelb, vollreif = lederbraun mit hellen Pünktchen, 1,5 cm groß

Wissenswertes
Die kleinen Apfelfrüchte der Elsbeere wurden früher häufig gesammelt. Sie sind erst bei Überreife essbar, werden dann teigig und schmecken ziemlich sauer. Man verwendet sie heute manchmal noch als geschmacksabrundenden und konservierenden Zusatz für Obstweine.

Ahorn

Vorkommen
bestandsbildender Waldbaum in Laubmischwäldern, im Bergland gewöhnlich zusammen mit Nadelhölzern bis zur Baumgrenze aufsteigend (Schwarzwald bis 1480 m , in den Alpen bis 1650 m). Häufig in Alleen und Parks.

Erscheinungsbild
sommergrüner, bis 30 m hoher Baum.

Blätter
fünf-lappig, 3-15 cm lang gestielt, an der Basis keulig verdickt. Oberseits dunkelgrün, unterseits heller und auf den Hauptnerven behaart. Im Herbstaspekt leuchtend goldgelb, im Bergland auch leuchtend rötlich.

Borke/Rinde
schuppig, braun bis graubraun.

Blüten
Erscheinen mit oder nach den Blättern, gelbgrün, in traubenartigen, hängenden Rispen mit zwittrigen und eingeschlechtigen Blüten. Blütezeit: April bis Mai.

Früchte
Flügelfrüchte ungefähr rechtwinklig angeordnet. Trägt Früchte ab September.

Standortbedingungen
sonnig bis halbschattig. Anspruchslos, bevorzugt aber frische bis feuchte, tiefgründige, kalkhaltige Böden. Nicht staunässeverträglich. Außerordentlich frosthart, sehr windresistent, ziemlich salzverträglich, sehr empfindlich gegenüber Luftverschmutzung, hitzeempfindlich, S Spätfrost gefährdet, schattenverträglich.

Wissenswertes
Die Blüten des Berg-Ahorns werden durch Bienen und Fliegen bestäubt, die Früchte verbreitet der Wind. Die Bäume können ein Alter von 500 Jahren erreichen. Das helle, feste Holz wird zu Furnieren verarbeitet und auch für Musikinstrumente (Gitarre, Geige) genutzt. Wird gerne auf Grund der Ähnlichkeit seiner Blätter mit der Platane verwechselt. In den Oststaaten der USA sowie in Kanada wird der aus dem süßen Saft des dortigen Zucker-Ahorns gewonnene Sirup ("maplesyrup") sehr geschätzt. In Mythologie und Volksglauben hat der Ahorn kaum eine Bedeutung.

Holzfeuchte

Die Holzfeuchte spielt in der Praxis eine große Rolle:
Gewicht des Stamm- und Schnittholzes
Freilufttrocknung und technische Trocknung
Rissbildung während der Trocknung
Holzverwendungsfeuchte am späteren Verwendungsort
Dimensionsänderung durch Feuchtigkeitsaufnahme bzw. -abgabe
Gefahr durch Pilzbefall
Feuchtigkeitsaustausch für ein gesundes Raumklima

Wasser im Holz
Frisch eingeschlagene Nadelhölzer enthalten - im Gegensatz zu Laubhölzern - im Durchschnitt 55 -70% Wasser bezogen auf das Holz im darrtrockenen Zustand. Dabei enthält der Kern etwa 35 - 50 %, der Splint etwa 100 – 150 % Wasser. Waldfrische Laubhölzer enthalten im Durchschnitt zwischen 70 % und 100% Wasser bezogen auf darrtrockenes Holz.

Waldfrisches Holz wird auch als "grünes Holz" bezeichnet. Es hat etwa den gleichen Feuchtegehalt wie der lebende Baum. Dabei schwankt der Feuchtegehalt der Bäume je nach Holzart und Standort. Die Fällzeit ist jedoch ohne wesentlichen Einfluss auf den Feuchtegehalt.

Die nachstehende Formel beinhaltet das Verhältnis der im Holz enthaltenen Wassermenge zum Darrgewicht des Holzes in Prozent.

                                Nassgewicht (mu) - Darrgewicht (mo)		
Holzfeuchte u (%) = ------------------------------------------------------------ x 100
                                Darrgewicht (m0)


Wie Holz quillt und schwindet
Gibt Holz unterhalb seines Fasersättigungsbereiches Feuchtigkeit an seine Umgebung ab, schwindet es. Umgekehrt quillt Holz, wenn es unterhalb seines Fasersättigungsbereiches Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt. Die Quell- und Schwindmaße von Holz sind in den drei holzanatomischen Richtungen, in Faserrichtung (=Längsrichtung, =longitudinal), in Holzstrahlrichtung (=radial) und in Jahrringrichtung (=tangential) sehr unterschiedlich und verhalten sich etwa wie 1:10:17.

Die Schwindung in Längsrichtung ist ganz gering. In Holzstrahlrichtung ist sie jedoch 10 - 20 mal stärker als in Längsrichtung und in Jahrringrichtung sogar 15 – 30 mal. Wegen der unterschiedlichen Schwindung in Holzstrahlrichtung und in Jahrringrichtung verformen sich die im Frischzustand eingeschnittenen Holzquerschnitte beim Schwinden.

Die verschiedenen Holzarten haben ein unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten bei gleichen Umwelteinflüssen. So quillt Eiche in Jahrringrichung und in Holzstrahlrichtung weniger als Buche. Die Eiche hat demnach das größere Stehvermögen.

Leimen

Diese Grafik verdeutlicht die Begriffe, die im Verlauf dieses Artikels benutzt wurden. • Rechte Seite: Die dem Kern zugewandte Seite. • linke Seite: Die dem Kern abgewandte Seite. • Kern: Kernholzbereich des Holzes. • Splint Die dem Kern abgewandte Seite Wenn man die Seiten eines Holzstückes bezeichnet, spricht man auch bei Hölzern, die keinen Kern und Splint haben, dennoch von Kernseite und Splintseite.

Verschiedene Arten der Breitenverleimung
Es gibt mehrere Möglichkeiten dem natürlichen Schwundverhalten des Holzes beim Verleimen entgegenzuwirken. Gänzlich ausschalten lässt sich dies jedoch nicht. Es wird lediglich versucht, das Arbeiten des Holzes über die gesamte Brettfläche gesehen zu verteilen.

Bei dieser Verleimung werden Kern an Kern und Splint an Splint verleimt. Rechte und linke Seite werden jeweils abwechselnd nach oben und nach unten gerichtet.

Bei dieser Variante werden Kern an Kern und Splint an Splint verleimt, jedoch immer zwei Bretter mit der rechten und zwei mit der linken Seite zusammengeleimt. Dadurch entsteht zwar ein natürlicheres Bild, aber die Verwerfungen innerhalb des Brettes sind größer.

Diese Variante ist der vorhergehenden sehr ähnlich. Es werden Seitenbretter Kern an Kern und Splint an Splint verleimt. Rechte und linke Seite immer im Wechsel. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom verwendeten Holz und dem gewünschten Maserbild ab. Pauschalisieren kann man dies nicht. Jedoch die Regel "Kern an Kern, Splint an Splint" sollte immer befolgt werden.
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